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Startschuss für das Nationale Studiennetzwerk Intensivmedizin: Bundesweite Forschungsinfrastruktur an allen 37 Universitätskliniken stärkt Evidenz und Krisenfestigkeit in der Intensivmedizin

von Uniklinik RWTH Aachen4. März 2026 in Forschung hautnah,
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© Nemanja – stock.adobe.com

Im Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) startet ein nationales Studiennetzwerk für Intensivmedizin mit Beteiligung der Standorte der deutschen Universitätsmedizin. Univ.-Prof. Dr. rer. medic. Carina Benstöm (Uniklinik RWTH Aachen) und Univ.-Prof. Dr. med. Patrick Meybohm (Uniklinikum Würzburg) übernehmen die wissenschaftliche Leitung und Koordination des Studiennetzwerks. Ziel ist es belastbare Evidenz für intensivmedizinische Therapien zu schaffen und damit die Versorgung kritisch kranker Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen zu verbessern.

Mit dem Studiennetzwerk Intensivmedizin entsteht eine bundesweite Forschungsinfrastruktur an allen 37 deutschen Universitätskliniken, die eine standortübergreifende Durchführung großer klinischer Studien in der Intensivmedizin ermöglicht. Das Studiennetzwerk bündelt Forschungsprozesse, entwickelt Studien gemeinsam und setzt sie koordiniert um. Im Mittelpunkt stehen zentrale klinische Fragestellungen aus der Versorgung kritisch kranker Patientinnen und Patienten, für die bislang keine ausreichende Evidenz vorliegt. Dazu zählen auch grundlegende Therapieentscheidungen in der Intensivmedizin, die bisher häufig auf Erfahrungs-werten beruhen. Auf Basis standardisiert erhobener klinischer Daten identifiziert das Netzwerk gezielt Versorgungslücken und untersucht diese systematisch in klinischen Studien.

Das Studiennetzwerk Intensivmedizin ist Teil des NUM Studiennetzwerks (NUM SN), das seit 2024 als zentrale Forschungsinfrastruktur innerhalb des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) aufgebaut wird. In der Hightech-Agenda der Bundesregierung ist fest verankert, das NUM künftig als dauerhafte Forschungsinfrastruktur der deutschen Universitätsmedizin zu institutionalisieren. Das Studiennetzwerk Intensivmedizin ist ein wichtiger Baustein dieser Entwicklung. Es schafft ab sofort die Voraussetzungen dafür, klinische Forschung in der Intensivmedizin langfristig standortübergreifend, koordiniert und krisenfest durchzuführen. Da trägt es wesentlich dazu bei, die klinische Forschung zu stärken und die Fähigkeit des Gesundheitssystems zu verbessern – insbesondere mit Blick auf zukünftige Krisensituationen, in denen schnelle, evidenzbasierte Ent-scheidungen zu treffen sind.

„Wir schaffen mit dem Studiennetzwerk Intensivmedizin eine Infrastruktur, die klinische Forschung nicht nur im Projektmodus denkt, sondern dauerhaft verankert“, so Carina Benstöm (Professorin für Evidenzbasierte Gesundheitsforschung in Anästhesie und Intensivmedizin in der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care an der Uniklinik RWTH Aachen). Patrick Meybohm (Direktor der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie am Uniklinikum Würzburg) ergänzt: „Damit sind wir in der Lage, große klinische Studien gemeinsam aufzusetzen und bei Bedarf schnell zu aktivieren – auch in Krisensituationen.“

Schwerpunkt auf Organdysfunktionen bei Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen

Ein besonderer Fokus liegt auf akuten Organdysfunktionen bei kritisch kranken Patientinnen und Patienten. In Deutschland werden jährlich rund zwei Millionen Menschen intensivmedizinisch behandelt. Ein erheblicher Anteil von ihnen entwickelt ein Versagen lebenswichtiger Organsysteme wie Gehirn, Herz, Lunge, Leber oder Niere. Die im Studiennetzwerk durchgeführten Studien werden Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen einschließen – von der Neonatologie bis ins hohe Alter – und damit die gesamte Breite der intensivmedizinischen Versorgung abbilden.

Innerhalb des Studiennetzwerks werden spezialisierte Module aufgebaut, die thematisch fokussierte klinische Studien vorbereiten und durchführen. Als erster Anwendungsfall ist ein Use Case im Bereich der Beatmung vorgesehen, bei dem unter anderem der optimale Zugangsweg zur Beatmung sowie das Timing komplexer intensivmedizinischer Interventionen untersucht werden. Die Fragestellungen sollen in großen, multizentrischen Studien evidenzbasiert beantwortet und die gewonnenen Erkenntnisse systematisch in die klinische Versorgung überführt werden.

Über das NUM Studiennetzwerk (NUM SN) und seine Fachnetzwerke im Netzwerk Universitätsmedizin (NUM)

Das NUM Studiennetzwerk ist eine zentrale Initiative, entstanden als spezialisierte Forschungsinfrastruktur innerhalb des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM). Im NUM führen erstmalig alle 37 deutschen Standorte der Universitätsmedizin gemeinsam große interdisziplinäre klinische Forschungsprojekte durch. Ziel des NUM Studiennetzwerks ist die Optimierung von Prozessen, die Vernetzung von Akteur*innen und die Beschleunigung der klinischen und klinisch-epidemiologischen Forschung in Deutschland. Die drei Fachnetzwerke im NUM Studiennetzwerk erheben standardisiert klinische Forschungsdaten und sammeln Bioproben, um einen standortübergreifenden Datenpool im jeweiligen Fachbereich aufzubauen.

Univ.-Prof. Dr. rer. medic. Carina Benstöm_© Uniklinik RWTH Aachen                                     Univ.-Prof. Dr. med. Patrick Meybohm_© Robert Wenzl

Univ.-Prof. Dr. rer. medic. Carina Benstöm  Univ.-Prof. Dr. med. Patrick Meybohm (© Robert Wenzl)

 

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